Ein Handlungsleitfaden für Kommunen
Wie können Kommunen eine nachhaltige und regionale Lebensmittelversorgung fördern?
Der Handlungsleitfaden „Ein Ökosystem der Kooperation – Kurze Wertschöpfungsketten in der Praxis“ zeigt praxisnah, wie Städte, Gemeinden und Regionen kurze Wertschöpfungsketten (KWK) aufbauen und stärken können.
Er basiert auf den Erfahrungen des vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR, vorher BMBF) geförderten Projekts KOPOS, das in der Region Freiburg im Rahmen des Modellprojektes "Wir bündeln Bio" erprobt hat, wie regionale Akteure – gemeinsam an einem zukunftsfähigen Ernährungssystem arbeiten können.
Der Leitfaden gibt konkrete Empfehlungen, wie Kommunen:
- Akteur*innen identifizieren und vernetzen,
- gemeinsame Ziele und Strategien entwickeln,
- geeignete Themenfelder und Handlungsräume auswählen,
- erste Projekte („Initialmomente“) umsetzen,
- und tragfähige Strukturen zur Verstetigung aufbauen können.
Der Leitfaden zeigt Wege zur Ko-Finanzierung durch öffentliche Fördermittel, Stiftungen, Wirtschaftspartnerschaften und partizipative Formate wie Crowdfunding auf. Ebenso werden Erfolgsfaktoren für die Umsetzung hervorgehoben: eine starke Öffentlichkeitsarbeit, verlässliche Netzwerke, Experimentierfreude und Anschlussfähigkeit an Verwaltung und Politik.
Neben organisatorischen und politischen Hinweisen bietet der Leitfaden zahlreiche Praxisbeispiele, Tipps und Werkzeuge, etwa zur Finanzierung, Moderation und Kooperation zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.
Abschließend wird die Bedeutung einer regionalen Ernährungs-Governance, die Akteur*innen dauerhaft vernetzt und den Aufbau kurzer Wertschöpfungsketten strategisch begleitet, betont – etwa durch Ernährungsräte, kommunale Ernährungsstrategien oder koordinierende Strukturen innerhalb der Verwaltung. Damit bietet der Leitfaden Kommunen und regionalen Initiativen einen praxisnahen Kompass, um Ernährung nachhaltiger, gerechter und regionaler zu gestalten.

