Ergebnis
Bericht

Situationsanalyse. Handlungsfeld 'Kurze Wertschöpfungskette' Freiburg

Die Situationsanalyse steht nun zum Download bereit
Autorenschaft
Jörgen Beckmann (Die Agronauten), Laura Vecera (Ernährungsrat Freiburg & Region e.V.), Peter Volz (Die Agronauten)
Image
Cover Situationsanalyse

Das Handlungsfeld „Kurze Kette“ ist der Frage nachgegangen, was der Status Quo von Kooperations- und Poolingmodellen in der Region Freiburg ist und wo es Weiterentwicklungspotenzial gibt. Das Ergebnis ist eine Situationsanalyse.


Die Situationsanalyse des Handlungsfelds „Kurze Kette“ dient den folgenden Zielen:

  • sie bietet eine Grundlage, um die Projektregion und ihre Charakteristika - einschließlich der physisch-natürlichen Begebenheiten - zu verstehen;
  • sie stellt ein Grundlagendokument über den Status quo dar, auf das die Untersuchungen im Rahmen des KOPOS-Projektes zu Betriebsmodellen, Organisation und Governance aufbauen können;
  • sie beschreibt die bestehenden Kooperations- und Poolingmodelle und zeigt somit, worauf in der Region Freiburg bereits aufgebaut werden kann;
  • sie hilft, die Chancen und Hindernisse besser zu verstehen, um im Bereich der Weiterentwicklung kurzer Wertschöpfungsketten und der regionalen Lebensmittelproduktion und -versorgung voranzukommen.


Als zentrale Themenfelder traten hervor:

  • Gemeinsame Logistik und Lagerung zur Förderung einer lokal-nachhaltigen Versorgung, bspw. ein Lieferservice vom Hof zur Haustür oder hin zur gemeinsamen Lager-stätte.
  • Gemeinsame Vermarktungsstrukturen: Angebote sollen gebündelt werden, bspw. in Form von Umschlags- oder Marktplätzen, Austauschplattformen zwischen Erzeu-ger*innen, u.a. für eine gemeinsame Preisgestaltung für die Regionalvermarktung im Lebensmitteleinzelhandel, Zusammenschlüsse von Hofläden, digitale Vermarktungs- und Informationsplattformen oder kooperative Vermarktungsstrukturen für Milch- und Fleisch-Produkte aus dem Schwarzwald für die Region;
  • Kristallisationsorte für Ernährungs- und Agrarwende: Versorgung mit regionalen Le-bensmitteln bspw. das Zusammenbringen von Vermarktung, Lagerung oder Verarbei-tung von Produkten mit sozio-kulturellen Strukturen und Bedürfnissen;
  • Gemeinschaftsverpflegung und Gastronomie: Förderung von regionalen Produkten in der Außer-Haus-Versorgung, bspw. durch Internetplattformen für Gastronomen und Großküchen, Anbauabsprachen, Aufbau von Vorverarbeitungsstrukturen, Absatzwe-gen und Angebotsbündelung;
  • Kooperationsberatung: Unterstützung von Wissenstransfer und der Kommunikations-struktur für erfolgreiche Kooperationen, z.B. durch Gründerberatung, Coaching, Mode-ration und Prozessbegleitung im kooperativen Organisationsaufbau;
  • Kooperationsbörse für Landwirt*innen: bspw. für den Austausch landwirtschaftlicher Dienstleistungen, Nährstoffkreislauf-Kooperationen, Kommunikation, gemeinsame Maschinennutzung;
  • Regionale Finanzierungsquellen: Fonds, Investitionsplattformen zum Aufbau regional, nachhaltiger Ernährungsstrukturen.